Cairngorm vs. Swiz
Cairngorm ist fast so alt wie die Flex Produktline selbst und war auch das erste Framework für Flex. Es verwundert daher nicht, dass es in unzähligen Projekten Anwendung fand und immer noch rege genutzt wird. Wenn man selbst an ständig wechselnden Projekten arbeitet, dann fehlt einem auch oft einfach die Zeit sich nach Alternativen umzusehen und sich mit diesen zu beschäftigen. Ich habe das Gefühl, dass es auch mitunter ein Grund dafür ist, weshalb viele Flex Entwickler Cairngorm als den heiligen Gral der Flex Frameworks sehen.
Auch ich habe Cairngorm in etlichen, wenn nicht in fast allen Projekten, verwendet. Aber oft war ich ziemlich frustriert, weil Cairngorm in vielen Fällen ziemlich unflexibel ist, besonders wenn es darum geht ein hohes Maß an Wiederverwendbarkeit zu erreichen. Außerdem hat man am Ende immer sehr viel Quellcode und viele Klassen.
Anfang des Jahres habe ich von meinen Kollegen etwas über das neue Flex Framework Swiz, von Chris Scott, gehört. Da ich gerade an einem Projekt arbeite, das nach einem neuen Konzept umgesetzt wird, habe ich mich mit Swiz näher beschäftig. Und was soll ich sagen: Ich bin begeistert!!! Das Ziel des Projektes ist eine Grundlage für eine dynamische und modulare Applikation aufzubauen, die Wiederverwendbarkeit und Flexibilität garantiert. Nach den ersten Gehversuchen mit Swiz habe ich mich entschlossen dieses Framework zu verwenden, und auf Cairngorm komplett zu verzichten. Bereut habe ich das bisher nicht. Es bietet die nötige Flexibilität, die ich immer gesucht habe, man hat weniger Quellcode und die Anwendung ist übersichtlicher. Ich habe bereits meine erste Erweiterung für Swiz entwickelt, die ich in den nächsten Tagen vorstellen werde.
Ich kann jeden nur empfehlen einen Blick auf Swiz zu werfen. Und für alle die noch nie etwas über Swiz gehört haben, hier ein paar Links:

Comments(3)


Dann schau dir auf jeden Fall auch mal Mate an.
http://mate.asfusion.com/
Absolut empfehlenswert!
Endlich mal ein Framework das mir wirklich zusagt! Ich hab mir gerade den “Getting Started” Bereich durchgelesen und ich bin auch absolut begeistert =)
Was hier sehr schön gefällt ist das die Dependencies in MXML definiert werden. Anders wie bei bswp. Parsley hat man hier nicht die Probleme das man die Klassen nicht automatisch mit reinkompiliert werden. Und dann noch das Autowiring über Metatags, echt genial.
Ich werd das auf jeden Fall baldmöglichst in der Praxis austesten.
Vielen Dank für den Tipp =)
Wollte nur kurz anmerken, dass die oben erwähnte Beschränkung auf XML Konfiguration nur für Parsley 1 gilt. Version 2, die vorraussichtlich übernächste Woche veröffentlicht wird, ermöglicht Konfiguration über AS3 Metadata Tags, MXML, XML und ActionScript.